Die Frage “Was kostet eine Hochzeit” auf dem Standesamt kann man leider nicht pauschal beantworten, aber wir wollen einmal anhand einer Hochzeit in Dresden zeigen, welche Kosten auf dem Standesamt entstehen können.
Wir gehen mal das Szenario durch, dass z.B. das Hochzeitspaar aus München kommt. Daher muss man dort erst einmal zum Standesamt, um die Hochzeit zu beantragen
=> 104 Euro wäre die billigste Variante, wenn man z.B. als Münchener in Dresden heiraten möchte
Optionale Kosten:
Weiterführende Links:
Standesamt München: http://www.muenchen.de/Rathaus/kvr/standesamt/37639/index.html
Standesamt Dresden: http://www.dresden.de/de/02/or/anliegen/c_152.php
Gerade in der Süddeutschen Zeitung gelesen. Wer in München mal dort heiraten möchte, wo sich sonst die Stadträte das Wort geben, der kann aber jetzt für 350 Euro im kleinen Sitzungssaal vom Rathaus München heiraten. 45 Minuten hat man Zeit den schönen Saal und natürlich den schönen Anlass zu genießen. Zur Feier der Eröffnung übernahm sogar Ude selber die Aufgabe des Standesbeamten. So wie die Zeitung schreibt soll es noch freie Termine im September und Oktober geben. Wer spontan seine Hochzeit in München feiern will, der ruft am Besten einfach selber beim Standesamt an.
Bisher mussten sich Paare zunächst beim Standesamt das Ja-Wort geben, bevor sie kirchlich heiraten durften. Das wird bald anders; Ab 1. Januar 2009 ist die kirchliche Heirat auch ohne zivilrechtliche Eheschließung dank neuem Eherecht möglich.
Bald werden die standesamtliche und die kirchliche Eheschließung unabhängig voneinander möglich sein. Damit ist das Grundrecht für die Heirat grundlegend geändert worden. Das neu gestaltete Personenstandsgesetz macht’s möglich. Die Neuregelung tritt am 1. Januar 2009 in Kraft.
Das neue Recht erlaubt damit, kirchlich, aber nicht staatlich verheiratet zu sein. Das bedeutet eine erhebliche Veränderung; Bisher wurden Priester bestraft, wenn sie ein Paar vor der standesamtlichen Heirat in der Kirche trauten. Das wird nun möglich sein.
Wie finden Heiratswillige aus Stuttgart, München oder Hamburg das neue Gesetz? „Ich finde das klasse“, schreibt Simone aus Esslingen, „mein Verlobter und ich sind sehr christlich und uns ist die kirchliche Hochzeit viel wichtiger als die vorm Standesamt“.
Nachteile ergeben sich, wenn kirchlich Verheiratete Ansprüche wie Unterhalt, Erbrecht oder Steuerfreibeträge beanspruchen.